Rosenpfarrer Georg Schöner - sein Werk zu seiner Zeit

Pfarrer Schoener - zunächst eine lokale Berühmtheit in Oregon.

Bereits nach nur vier Jahren Zuchtarbeit in Oregon wird ihm auf einer internationalen Messe in San Francisco eine Goldmedaille zuerkannt.

RosenstammBerühmt sind seine über 20 Fuß hohen Rosenstämme.
Seine Zuchtarbeit mit Nutzpflanzen wird auf wirtschaftliche Eignung hin geprüft.
Die oft eigenwilligen Züchtungsergebnisse erzielt er mit Pflanzenmaterial, das er in seiner Umgebung findet, also Wildrosen, die er gerne kreuzt mit Remontant-Rosen, die als Bindeglied der „Alten Rosen“ (meist einmalblühend) und der modernen Rosen gelten.
„Father Schoener“ genießt einen Ruf als innovativer Züchter, der streng wissenschaftlich unter Anwendung der Mendelschen Regeln arbeitet.

Fruchtbare Jahre in Kalifornien

Seine Anstrengungen nach dem Umzug nach Kalifornien (ab 1917) beschränken sich nicht auf die Rosenzucht, sondern er befasst sich auch mit der Verbesserung von Nutzpflanzen und experimentiert mit diversen Gemüsesorten und Obstgehölzen sowie mit Dahlien und Gladiolen.

Berühmt wird seine „schwarze Rose“, die allerdings erst 1936 entsteht und die er nach dem Schriftsteller Oliver Wendell Holmes benennt.

Der Rosenpfarrer am Ziel

Pikieren Die Fachwelt würdigt seine botanischen Anstrengungen, die Versuche, Krankheitstoleranzen zu verbessern, Resistenzen zu finden oder neue Sorten zu züchten und zur Marktreife zu bringen.

Was bleibt vom Rosenpfarrer?

Zu seiner Zeit ein bedeutsamer Mann, sind seine Spuren heute in seiner Wahlheimat kaum noch sichtbar. Im Internet sind einige Informationen zu finden und anlässlich seines 150. Geburtstags im Jahr 2014 berichteten auch die Zeitungen in Oregon und Kalifornien über den Rosenpfarrer.
Es bleiben drei Kartons mit Quellenmaterial in den Archiven der Universität Santa Clara (Ca), darunter Tagebücher und Fotos, Publikationen von ihm und über ihn.

Die zahllosen Veröffentlichungen, die er als Lyriker („Deutsche Weisen aus Amerika“, 1895), als Botaniker (viele Artikel in „The American Rose Annual“), als unermüdlicher Briefeschreiber und als kunstgeschichtlicher Publizist verfasste, sind heute vergessen.

 


Anerkennung des Wirkens von Georg Schöner in Amerika: Der Paramount Kurzfilm von 1937

- Film derzeit nicht verfügbar aus rechtlichen Gründen -

Schoener's Rosensorten - noch heute zu haben!

Es bleiben seine Rosensorten, die noch heute im Handel sind:

"Arrillaga" 1 und "Schoener’s Nutkana" 2, eine rot blühende Nutkana-Hybride, die er 1930 züchtete. Es ist heute jedoch relativ schwierig, diese Sorten zu erwerben; möglicherweise existieren noch weitere der über 230 Züchtungen, die ihm zugeschrieben werden.

Arrillaga   Nutkana
Arrillaga   Schoener’s Nutkana

Georg Schöner als Rosenzüchter: Einige seiner Züchtungen sind noch heute im Handel, Peter Schwörer hat eine Liste seiner Züchtungen erstellt.

Aus August Jägers "Rosenlexikon": Arrillaga (Remontanthybride) Schoener 1929; R. centifolia X Mrs. John Laing X Frau Karl Druschki; lebhaft rosa, Nagel goldgelb, sehr groß, gefüllt, gute Form, haltbar, Duft 7, reichblühend, Pflanze 8, aufrecht, 2 m.

Aus August Jägers "Rosenlexikon":  Schoener's Nutkana (Nutkanahybride) Schoener 1930; R. nutkana X Paul Neyron; glänzend hellrosa, (eine 2. Sorte kirschkarmesin), groß, einfach, offen, haltbar, Büschel zu 2 - 5, Duft 5, einmal reichblühend, Stiele kurz, steif, Stacheln wenig, Pflanze 8, aufrechter Busch, hart.