Rosenpfarrer Georg Schöner - Forschung

Laufende Forschung und Aufarbeitung

2014 ist das Jubiläumsjahr! Mehr erfahren...

Ende 2011 habe ich die Spur des Paramount-Films aufgenommen und tatsächlich gab es nach Jahren der Suche endlich DIE positive Überraschung!

Es gibt diesen Film tatsächlich; er entstand im Jahr 1937 in Farbe, mit Ton.
Es handelt sich um eine recht kurze Sequenz aus einer amerikanischen Wochenschau. Den Film können Sie auf dieser Seite sehen (Flash Player erforderlich).

Im Herbst 2007 veröffentlichte ich im "Jahrbuch der Deutschen Rosenfreunde e.V." diesen Artikel:
Georg Schöner – der Rosenpfarrer aus Steinach – Ein interessanter Lebensweg (S. 90 ff.)

Im Mai 1991 bin ich nach Kalifornien gereist und habe in der Mission St. Barbara und auf dem Friedhof der Stadt nach Spuren von Georg Schöner gesucht...

Die Spur der schwarzen Rose

Auf Ahnenforschung in Kalifornien, Reiseeindrücke (Mai 1991)

San Francisco liegt hinter mir, und ich lenke den Mietwagen auf dem Highway Nr. 1 nach Süden.Der Pacific Coast Highway ist keine gut ausgebaute Autobahn, sondern eine enge, kurvenreiche Landstraße, die sich fast 700 km weit von den Redwood-Wäldern Nordkaliforniens bis nach Los Angeles hinunter erstreckt.
Etwa 50 Meilen nördlich von L.A. erreiche ich Santa Barbara, gelegen in einer sanften Bucht, vom südkalifornischen Klima verwöhnt. Die Gebäude, Straßen und Plätze der Stadt strahlen einen besonderen Charme aus, der sich zusammensetzt aus dem Anblick der weißgetünchten Häuser, prächtig blühender Bougainvillen und der unablässig strahlenden Sonne.

Santa Barbara

Santa Barbara, CalifornienVielleicht hatte auch der Mann, der lange vor mir, im Jahr 1917 in St. Barbara angekommen war, den besonderen Flair dieser Stadt verspürt: Pfarrer Georg Schöner, geboren am 24.3.1864 in Steinach und 1890 ausgewandert nach Amerika, hatte hier, in diesem angenehmen Ort, im Laufe eines bewegten Lebens seine kreativsten Jahre verbracht.

Friedhof

Am Grab des Züchters

Grabplatte

Der Friedhofsverwalter des "Calvary cemetary" muss lange nachblättern, bis er endlich die richtige Grabnummer findet.
Ich gehe durchs weitläufige Gelände und stehe schließlich am Grab Georg Schöners.
Eine schlichte Steinplatte, pflegeleicht in den kurz geschnittenen Rasen eingelassen, markiert den Ort seiner letzten Ruhe.
Ich verweile einige Minuten, mache Fotos.

Mission Santa Barbara - Begegnung mit einem Zeitzeugen

Dann mache ich mich auf den Weg zur alten Mission, wo der Rosenpfarrer seinen geistlichen Dienst versah.

Mission Die Mission "Santa Barbara", seit ihrer Gründung 1784 im Besitz des Franziskaner-Ordens, thront majestätisch auf einem Hügel in der Oststadt.
Hier also hatte Pfarrer Schöner über 20 Jahre lang als Geistlicher gewirkt!
Rosenbeete und Brunnen passierend, betrete ich das ehrwürdige Gebäude.
Nach einigem Hin- und Her gewährt man mir den Einlass ind Archiv. Zwei Ordner sind dort vorhanden, sie enthalten allerdings nur bereits veröffentliches Material.

Beeindruckender ist die Begegnung mit Father David Temple, der Georg Schöner noch persönlich gekannt hat.
Es scheint, als sei es erst gestern gewesen, und nicht vor über 50 Jahren, als er den Rosenpfarrer zum letzten Mal sah:
Vom "Padre of the Roses" erzählt er, von seinem Forschergeist und seiner Gelehrtheit, der Energie mit der er seine Arbeit betrieb.
TempleEr spricht von ihm mit Hochachtung, erwähnt aber auch, dass der Rosenpfarrer zeitlebens zwischen botanischen Forschungen und seiner Berufung als Seelsorger hin- und hergerissen war.

Foto links: Bereits 1984 hatte Peter Schwörer (links) Pater David Temple (rechts) interviewt.

Zwischen der Geburt in Steinach und dem schlichten Grab in Santa Barbara liegt ein ungewöhnliches Leben, siehe Biographie Nach dieser Begegung sollte es 10 Jahre gehen, bis mein Interesse an der Rosenpfarrer-Forschung wieder erwachte. Nämlich 2001, als ich die erste Version dieser Webseiten erstellte, als Erinnerung an den 60. Todestag des Rosenpfarrers.

Mission

Heutzutage verhilft die Internetrecherche zu weiteren Erkenntnissen...

Spuren in Steinach im Mittleren Schwarzwald

Es bleiben Erinnerungen in seinem Geburtsort Steinach:

Heimatmuseum

Schoener-Bereich im Heimat- und Kleibrennermuseum, Foto zoomen.
Die Grund- und Hauptschule trägt ebenso wie eine Straße seinen Namen, im Heimatmuseum sind Fotos und Dokumente ausgestellt. Im Gasthaus "Flasche" kann man in einer „Georg-Schöner-Stube“ speisen und vor dem Rathaus steht ein Gedenkstein (Foto vergrößern).

Gedenkstein

Schoener-Experte Peter Schwörer versucht die Erinnerung wach zu halten und forscht weiter und ist darüber selbst zu einem passionierten Rosenzüchter geworden.

Spuren in Amerika

Zu seiner Zeit ein bedeutsamer Mann, sind seine Spuren heute in seiner Wahlheimat getilgt.

In den Archiven der Universität Santa Clara (Ca) stehen drei Kartons mit Quellenmaterial, darunter Tagebücher und Fotos, Publikationen von ihm und über ihn.
Die zahllosen Veröffentlichungen, die er als Lyriker („Deutsche Weisen aus Amerika“, 1895), als Botaniker (viele Artikel in „The American Rose Annual“), als unermüdlicher Briefeschreiber und als kunstgeschichtlicher Publizist verfasste, sind heute vergessen.
1937 entstand ein Dokumentarfilm in Farbe, lange verschollen.
Erst im Jahr 2011 sollte es mir gelingen, diesen über Internet-Recherche in einem Archiv aufzuspüren ...

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